»Sehr schön. Wie kamst du denn darauf, zu Fuß nach der Pension zu gehen?«

»Ich – ich weiß nicht mehr so recht, wie das eigentlich zuging. O ja – jetzt hab’ ich’s! Richtig! Ich schrieb die Depesche, die nach Holland geschickt werden sollte, und …«

»O, Dank dem Himmel! Da hast du doch wenigstens etwas fertig gebracht. Ich hätte dir auch nicht raten mögen, die Absendung zu verbummeln – aber warum siehst du denn so sonderbar nach der Seite? Du versuchst, bei meinem Auge vorbeizublicken. Die Depesche ist das Allerwichtigste auf der … Du hast die Depesche nicht abgeschickt!!«

»Ich habe nicht gesagt, daß ich sie nicht abschickte.«

»Das brauchst du auch nicht erst zu sagen. Ach Herrje, es ärgert mich mehr als alles auf der Welt, daß gerade dies Telegramm nicht abgegangen ist. Warum schicktest du es nicht ab?«

»Hm, weißt du, wenn man so viel Verschiedenes zu tun und im Kopfe zu behalten hat …, sie nehmen es da so fürchterlich genau, und nachdem ich das Telegramm geschrieben hatte …«

»Ach, lass’ es nur, schweigen wir davon. Langes Reden kann es jetzt auch nicht mehr gut machen. Was soll er aber bloß von uns denken?«

»O, das ist ja ganz einfach, ganz furchtbar einfach. Er wird denken, wir hätten das Telegramm den Hotelleuten zur Besorgung übergeben, und sie …«

»Nun, natürlich. Und warum gabst du’s ihnen denn nicht? Das war ja doch das einzige Vernünftige.«

»Ja, das weiß ich wohl; aber dann fiel mir ein, ich müßte der Sicherheit wegen auf die Bank gehen und etwas Geld erheben.«