»Der Vorsitzende des Gerichtes fragte:
»›Ist hier jemand, der den Angeklagten verteidigen will?‹
»Ich stand auf und sagte:
»›Warum sollte er denn den Haken stehlen – einen einzelnen oder sie alle zusammen? Einen Tag darauf wäre er ja der Erbe des ganzen Schatzes gewesen!‹
»Ich stand und wartete. Es trat ein langes Schweigen ein; der Atemdampf von den vielen Menschen umwallte mich wie ein Nebel. Endlich nickte ein Aeltester nach dem anderen mehreremale langsam mit dem Kopf und murmelte: ›Es liegt Beweiskraft in dem, was das Kind gesagt hat.‹ O was für eine Herzerleichterung lag in diesen Worten! Wenn auch flüchtig – wie köstlich war sie doch. Ich setzte mich.
»›Wenn einer noch etwas zu sagen wünscht, so möge er jetzt sprechen – später aber schweige er,‹ sagte der Vorsitzende.
»Mein Vater stand auf und sprach:
»›Während der Nacht kam in dem trüben Dämmer eine Gestalt bei mir vorüber, ging zum Schatz und kam plötzlich wieder zurück. Ich glaube jetzt, es war der Fremde.‹
»O, ich war einer Ohnmacht nahe! Ich hatte gedacht, es sei mein Geheimnis; nicht der große Eisgott selber hätte es mir aus dem Herzen reißen sollen. Der vorsitzende Richter sagte ernst zu meinem armen Kalula:
»›Sprich!‹