Die Jungen kauerten sich auf den Fußboden nieder, spähten durch Ritzen auf dem Fußboden und warteten in Furcht und Elend.

„Sie halten — — nein — sie kommen — da sind sie! Kein Wort mehr, Huck! Mein Gott — ich wollt‘, ich wär‘ hier raus!“

Zwei Männer traten ein. Beide Jungen sagten zu sich selbst: „‘s ist der alte taubstumme Spanier, der ein paarmal letzthin im Dorfe war — den anderen hab‘ ich nie gesehn.“

Der „andere“ war ein zerlumpter, ungekämmter Strolch mit wenig einladenden Gesichtszügen. Der Spanier war in eine „Serape“ gehüllt, er hatte einen struppigen weißen Bart, langes, weißes Haar flatterte unter dem Räuberhut hervor, er trug grüne Augengläser. Indem sie hereinkamen, sprach der „andere“ mit leiser Stimme; sie setzten sich auf die Erde, das Gesicht zur Tür, den Rücken gegen die Wand, und der Sprecher fuhr fort. Sein Benehmen wurde ungenierter und seine Sprache entschiedener.

„Nein,“ sagte er, „hab‘ drüber nachgedacht — ‘s geht nicht; ‘s ist zu gefährlich.“

„Gefährlich,“ höhnte der taubstumme Spanier zur höchsten Überraschung der Jungen. „Waschlappen!“

Diese Stimme ließ die Jungen erzittern wie Espenlaub. Es war der Indianer-Joe! Einen Augenblick herrschte Schweigen. Dann fuhr Joe fort: „Was ist wohl gefährlicher als der letzte Streich — und doch ist nichts passiert.“

„Das ist ‘n Unterschied. Weit draußen am Fluß und kein Haus in der Nähe! Wer sollt‘ denn wissen, daß wir was versucht haben, wo wir doch nichts erreicht haben!“

„Na, wie kann was gefährlicher sein, als bei Tage hierher kommen? Wer uns säh‘, müßt‘ doch Verdacht haben.“

„Weiß wohl. ‘s gab aber keinen besseren Platz nach dem mißglückten Streich. Muß fort von hier. Wollt‘s auch gestern schon, ‘s war aber nicht möglich, von hier auszuziehen, solange diese Teufelsjungen da oben ganz in der Nähe spielten.“