„Na — hast du denn jetzt ausgeschlafen?“
„‘s geht halb und halb.“
„Jetzt heißt‘s aber aufbrechen. Was machen wir nur mit dem bißchen Geld, was wir noch haben?“
„Weiß nicht — lassen‘s hier, wie sonst, denk‘ ich. Wer sollt‘s fortnehmen, wenn wir weg sind? Sechshundertundfünfzig in Silber ist auch zu viel zum Mitschleppen.“
„Na ja — ist recht — wenn wir doch noch mal herkommen müssen.“
„Dann ist‘s aber doch besser, in der Nacht herzukommen, wie sonst.“
„Ja — aber denk‘ mal, ‘s könnt‘ doch ‘ne ziemliche Zeit dauern, bis ich zu dem Streich kommen kann, ‘s könnt sich was zutragen und ‘s liegt hier grad‘ an keinem guten Platz. Wollen‘s doch lieber richtig vergraben — und tief vergraben.“
„‘s ist ‘n guter Gedanke,“ sagte der andere, ging durch den Raum, kniete nieder, riß einen der Herdsteine auf und holte einen Sack heraus, der vielversprechend klang. Er nahm zwanzig bis dreißig Dollar für sich und ebensoviel für Joe heraus und gab den Sack letzterem, der in der Ecke kniete, mit seinem Messer die Erde aufwühlend.
Die Jungen vergaßen alle Angst, all ihre Verlegenheit bei diesem Anblick. Mit glänzenden Augen verfolgten sie jede Bewegung. Der Glanz da unten übertraf all ihre Vorstellungen! Sechshundert Dollar war Geld genug, ein halbes Dutzend kleiner Jungen reich zu machen! Hier ließ sich unter den glücklichsten Aussichten nach Gold graben, da gab‘s kein Kopfzerbrechen, wo man graben müsse. Jeden Augenblick stießen sie einander an — ein leichtes Verständigungsmittel, denn ihr einziger Gedanke war: Freust dich, daß wie hier sind.
Joes Messer stieß auf etwas.