„‘s hat ja immer schon geheißen, daß Murrels Bande vorigen Sommer hier gehaust hat,“ bemerkte der Fremde.
„Weiß wohl,“ entgegnete Joe, „und mir scheint, ‘s sieht ganz danach aus.“
„Jetzt brauchst du deinen Streich nicht mehr auszuführen, sollt‘ ich denken.“
Der Indianer runzelte die Stirn und sagte: „Du kennst mich nicht. Wenigstens weißt du nichts von dieser Sache. Hier will ich nicht rauben — ‘s ist Rache!“ Und mit flammenden Augen sprang er auf. „Brauch‘ deine Hilfe dazu nicht! Wenn‘s geschehen ist — nach Texas. Geh‘ du nur heim zu deiner Hure und der Brut — und sei bereit, wenn du von mir hörst!“
„‘s ist gut, wenn du‘s sagst. Was woll‘n wir hiermit machen — wieder vergraben?“
„Ja. (Freude und Entzücken oben.) Nein, beim großen Geist, nein! (Tiefe Niedergeschlagenheit.) ‘s könnt‘ leicht vergessen werden. — Die Hacke da hat frische Erdspuren! (Die Jungen wurden fast ohnmächtig vor plötzlichem Schreck.) Was haben ‘ne Hacke und ‘ne Schaufel hier zu tun? Wie kommt frische Erde dran? Wer hat sie hier gebraucht — und wo sind die Burschen hin? Hast du was gehört — was gesehn? Zum Teufel — wieder vergraben und sie kommen lassen und die Erde frisch aufgewühlt sehen? Wär‘ so was! Glaub‘s. Wir nehmen das mit.“
„Na, meinetwegen. Aber überleg‘ erst, wohin. Meinst du Nummer eins?“
„Nein — Nummer zwei — unter dem Kreuz. Der andere Platz ist schlecht — zu gewöhnlich.“
„Recht. ‘s ist bald dunkel genug, aufzubrechen.“
Joe richtete sich auf und ging von Fenster zu Fenster, vorsichtig hinausspähend. Plötzlich sagte er: „Wer könnt‘ doch nur das Handwerkszeug da hergebracht haben? Glaubst du, sie könnten oben sein?“