Drei Minuten später waren der Alte und seine Söhne wohlbewaffnet oben auf dem Hügel und drangen auf den Zehen in den Sumachwald ein, die Büchse in der Hand.

Huck begleitete sie nicht weiter. Er verbarg sich hinter einem Felsblock und lauschte.

Langes, angstvolles Schweigen — und dann plötzlich ein Schuß und ein Schrei!

Huck wartete nichts weiter ab. Er sprang auf und rannte den Hügel hinunter, so schnell ihn seine Beine tragen wollten.

Einunddreißigstes Kapitel.

Beim ersten Tagesgrauen am nächsten Tage, einem Sonntagsmorgen, kam Huck den Hügel hinaufgeschlichen und klopfte leise an des Wallisers Tür.

Die Inwohner schliefen, aber es war infolge der aufregenden Ereignisse der Nacht ein sehr leichter Schlaf. Eine Stimme fragte durchs Fenster: „Wer da?“

Hucks schüchterne Stimme antwortete in leisem Ton: „Bitte, laß mich ‘rein — ‘s ist nur Huck Finn.“

„‘s ist ein Name, dem sich die Tür bei Tag und Nacht öffnen kann, Bursche — und willkommen!“

Dies waren ungewohnte Worte für die Ohren des kleinen Herumstreichers und die angenehmsten, die er je gehört hatte. Er konnte sich nicht erinnern, die Schlußworte jemals vorher gehört zu haben.