„Weißt du, du nimmst die Katze und gehst auf den Kirchhof gegen Mitternacht, dahin, wo ein Gottloser begraben ist. Wenn‘s dann Mitternacht ist, kommt ein Teufel — oder auch zwei oder drei — du kannst ihn aber nicht sehen, sondern hörst nur so was wie den Wind, oder hörst ihn sprechen. Und wenn sie dann den Kerl fortschleppen, wirfst du die Katze hinterher und rufst:

‚Teufel hinterm Leichnam her,
Katze hinterm Teufel her,
Warze hinter der Katze her —
Seh‘ euch alle drei nicht mehr!‘

Das heilt jede Warze.“

„Das läßt sich hören. Hast du‘s schon mal versucht, Huck?“

„Nein, aber die alte Hopkins hat‘s mir erzählt.“

„Ja, ich glaub‘, ‘s ist so, denn die sieht aus wie ‘ne Hexe.“

„Das glaub‘ ich! Weißt du, Tom, sie ist eine Hexe! Sie hat meinen Alten behext. Er hat‘s selbst gesagt. Er begegnete ihr mal ganz allein und sah, daß sie ihn behexen wollte, da hob er einen Stein auf, und wenn sie sich nicht gebückt hätte, hätt‘ er sie geworfen. Na, in der Nacht darauf fiel er von einem Schuppen, auf dem er besoffen gelegen hatte, und brach den Arm.“

„Das ist ja schrecklich! Woher wußte er, daß sie ihn behext hatte?“

„Gott, das weiß mein Alter halt. Er sagt, wenn die dich recht steif anschaut, behext sie dich, besonders wenn sie dabei murmelt. Dann spricht sie nämlich das Vaterunser rückwärts.“

„Sag, Huck, wann willst du das mit der Katze probieren?“