„Nein — jetzt, Becky. Bitte! Ich will‘s auch ganz leise sagen; ins Ohr will ich‘s dir sagen.“

Als Becky zögerte, nahm Tom ihr Stillschweigen für Zustimmung, schlang seinen Arm um ihre Schulter, legte seinen Mund an ihr Ohr und flüsterte ihr die alte Zauberformel zu. Und dann sagte er: „Nun, mußt du‘s mir sagen — grad so!“

Sie wehrte sich eine Weile und bat dann: „Aber, du mußt das Gesicht fortwenden, daß du‘s nicht sehen kannst — dann tu ich‘s. Aber du darfst es niemand sagen, willst du, Tom? Na, sag, willst du?“

„Selbstverständlich, Becky! Also jetzt!“

Er drehte den Kopf zur Seite. Sie beugte sich hinüber, bis ihr Atem ihn berührte, und flüsterte dann ganz leise: „Ich — liebe — dich!“

Und dann sprang sie auf und lief um Tische und Bänke herum, Tom hinterher, und flüchtete schließlich in einen Winkel, ihre weiße Schürze vor dem Gesicht. Tom faßte sie um und sprach leise auf sie ein.

„Na, Becky — ‘s ist ja schon gut — alles, bis auf den Kuß! Fürchte dich nur nicht davor, ich tu dir gewiß nichts. Sei gut, Becky!“

Damit zupfte er an der Schürze und an den Händen. Allmählich gab sie nach und ließ die Hände sinken. Ihr Gesichtchen, glühend vor Scham, erschien wieder. Tom küßte sie auf die roten Lippen und sagte: „So, nun ist‘s ganz vorbei, Becky! Und jetzt weißt du wohl, darfst du nie wieder ‘nen anderen gern haben, außer mir, und darfst auch keinen heiraten, außer mir, nie, nie nie! Willst du?“

„Nein, ich will nie ‘nen anderen lieb haben als dich, Tom, und ich will nie ‘nen anderen heiraten als dich, und du darfst auch nie eine andere heiraten als mich, niemals.“

„Na, gewiß! Versteht sich doch! Und, wenn wir jetzt wieder in die Schule gehen, oder wenn wir von der Schule nach Haus kommen, mußt du immer mit mir gehen, wenn‘s die anderen nicht sehen — und du wählst mich und ich dich beim Spazierengehen — so ist‘s unter Verlobten!“