„Herrlich ist‘s!“ bestätigte Tom.
„Was würden die Jungs sagen, wenn sie uns sehen könnten?“
„Sagen? Na, die würden doch gleich sterben, um hier sein zu können — nicht, Hucky?“
„Denk wohl,“ brummte Hucky. „Mir paßt‘s schon. Möchte nirgends sein als hier. Hab‘ niemals genug zu essen gehabt — und hier kann niemand kommen und einen für ‘nen Landstreicher nehmen und anfahren.“
„‘s ist gerad ein Leben für mich,“ bekräftigte Tom. „Man braucht morgens nicht aufstehen, braucht nicht zur Schule zu gehen, sich nicht zu waschen und ähnliche Dummheiten.“
„Du siehst, Joe, ein Pirat braucht nichts zu tun, wenn er zu Hause ist, aber ein Einsiedler, der muß immerfort beten, und dann darf er keinen Scherz treiben, und immer so allein!“
„O, ‘s ist so,“ sagte Joe, „aber ich hatt‘ nicht dran gedacht — weißt du. Ich bin ein gut Teil lieber Pirat, als daß ich‘s damit versucht hätte.“
„Du mußt wissen,“ fuhr Tom fort, „Einsiedler werden die Menschen nicht mehr so viel wie früher, aber vor ‘nem Piraten haben sie immer Respekt. Und ein Einsiedler muß auf der härtesten Stelle, die er finden kann, schlafen und sich den Kopf mit Sackleinwand und Asche bedecken und draußen im Regen stehen und —“
„Warum muß er Sackleinwand und Asche auf den Kopf tun?“ fragte Huck.
„Weiß selbst nicht. Aber ‘s ist bestimmt so. Einsiedler tun‘s immer. Du müßtest‘s auch tun, wenn du ‘n Einsiedler wärst.“