»Er schreibte es selbst! – Christophoro Colombo! Es ist seine eigne Andschrift. Schreibte es selbst.«

Darauf legte der Doktor das Dokument hin und sagte:

»Ei, ich habe Knaben in Amerika gesehen, die erst vierzehn Jahre alt waren und besser schreiben konnten, als das da.«

»Aber das ist ja der große Christoph –«

»Einerlei, wer er ist. Es ist die schlechteste Schrift, die ich je gesehen. Nun müssen Sie sich nicht einbilden, daß Sie uns was weiß machen können, weil wir Fremde sind. Wir sind durchaus keine Narren. Wenn Sie Beispiele der Schönschreibekunst zu zeigen haben, an denen wirklich was ist, dann her damit – wo nicht, so lassen Sie uns weiter fahren.«

Wir fuhren weiter. Der Führer war erheblich erschüttert in seinen Erwartungen, aber machte noch einen Versuch. Er hatte etwas, wovon er dachte, es würde uns überwältigen. Er sagte:

»Ah, meine Erren, komm Sie mit mich. Ik werd’ Sie zeigen was Schönes, – prächtige Büste von Christophoro Colombo – errlich, großartig.«

Er brachte uns vor die schöne Büste – sie war in der That schön – sprang zurück und warf sich in die Brust.

»Ah, seh Sie, meine Erren, schön, großartig – Büste von Christophoro Colombo! schönes Büste, schönes Piedestal!«

Der Doktor nahm sein Augenglas vor die Augen, das er sich zu solchen Zwecken angeschafft hatte.