»Was – mich, Dennis Hooligan, haltet Ihr für so ’nen schmierigen Indianer, Ihr näselnder, hohlbackiger, spinnebeiniger Teufelskerl? Bei dem Pfeifer, der vor Moses spielte, ich mach’ Euch den Garaus!«
Da fand ich für gut, mich zu entfernen.
Bald darauf traf ich beim Terrapin-Turm eine sanfte Tochter der Ureinwohner in befranzten und perlengestickten Moccasins und Gamaschen. Sie saß auf einer Bank, ihre zierlichen Waren um sich her ausgebreitet. Soeben hatte sie einen Häuptling aus Holz geschnitzt, der eine starke Familienähnlichkeit mit einer Waschklammer aufwies, und bohrte ihm nun ein Loch in den Unterleib, um seinen Bogen hindurchzustecken.
Ich zögerte einen Augenblick, dann redete ich sie an.
»Ist dem Mädchen der Wälder das Herz schwer? Fühlt sich die lachende Kaulquappe einsam? Trauert sie über das erloschene Beratungsfeuer ihres Stammes und die entschwundene Herrlichkeit ihrer Vorfahren? Oder schweift ihr schwermütiger Geist weit fort nach den Jagdgründen, zu denen ihr tapferer Blitz-Verschlinger gezogen ist? – Warum schweigt meine Tochter? Ist sie dem fremden Bleichgesicht nicht wohlgesinnt?« –
Darauf das Mädchen:
»Na, so was! Mich, Biddy Malone, nimmt er sich ’raus zu schimpfen. Mach’ er sich davon, sonst schmeiß ich sein dürres Gerippe in den Wasserfall, er lumpiger Bummler!«
Auch hier ging ich von dannen. –
»Hol’ der Henker diese Indianer,« dachte ich. »Man hat mir doch erzählt, sie wären zahm – aber wenn der Schein nicht völlig trügt, sollte ich meinen, sie wären alle auf dem Kriegspfade.« –