»Nach Beliebe!«
Durch diesen bettelhaften Kunstgriff, womit sie sich an die Großmut des Fremden wendet, der sich auf ein einfaches kaufmännisches Geschäft gefaßt gemacht hat, gießt sie Oel in die Flamme seines erwachenden Aergers. Er thut, als hätte er ihre Antwort nicht gehört und fragt wieder:
»Was bin ich schuldig?« und sie erwidert ebenso ruhig und gleichgültig:
»Nach Beliebe!«
Jetzt würde der Aerger losbrechen, wenn der Fremde nicht den Entschluß faßte, sich zu bezwingen und mit äußerlicher Ruhe die Frage so lange zu wiederholen, bis das Mädchen eine andere Antwort giebt, oder mindestens ein weniger gleichgültiges Wesen annimmt. Wenn daher sein Fall dem meinigen gleicht, so stehen die beiden wie die Narren einander gegenüber und führen mit scheinbarer Kälte, indem sie sich sanftmütig anschauen, die folgende höchst eintönige Unterhaltung:
»Was bin ich schuldig?«
»Nach Beliebe!«
»Was bin ich schuldig?«
»Nach Beliebe!«