Wir wurden ärgerlich; aber der Doktor bewahrte seine milde Ruhe und sagte freundlich:

»Endlich! wie großartig der Louvre ist, und doch wie schmal. Wie prächtig stilisiert, wie reizend gelegen. – Ehrwürdiges Werk.« –

»Pardon, Err Doktor. Dies sein nicht das Louvre – es sein –«

»Was ist es denn?«

»Es fiel mir ein – ganz plötzlich – daß die Seide in diese Magazin –«

»Ach Ferguson, wie gedankenlos ich doch bin. Ich wollte Ihnen ganz bestimmt sagen, daß wir heute keine Seide kaufen wollten, daß wir vielmehr erpicht darauf seien, zum Palais du Louvre zu gelangen; aber ich muß es rein vergessen haben, es Ihnen zu sagen. Das Vergnügen, Sie heute vormittag viermal frühstücken zu sehen, muß mir alle anderen Gedanken verscheucht haben. Fahren wir also jetzt zum Louvre, Ferguson!«

»Aber, Err Doktor!« (aufgeregt) »es kostet Ihnen keine Minute, – höchstens eine kleine Minute. Der Err brauchen nix zu kaufen, wenn er nicht wollen, – nur besehen – nur ein Blick auf die prächtige Ware werfen.« (Flehend:) »Mein Err, – nur eine einzige Moment.«

Dan sagte: »Infamer Narr! Ich will heute durchaus keine Seidenstoffe sehen, ich thue keinen Blick darauf. Weiterfahren!«

»Aber, Doktor! Es sein ja nur eine Augenblick, kleine Augenblick. Und die Szeit wird nix verloren, gar nix verloren sein, weil es jetzt nix mehr zu sehen giebt – es ist ßu spät. Es fehlen noch ßehn Minuten zu Vier und der Louvre wird um vier Uhr geschlossen – nur einen kleinen Augenblick, Doktor!«