»Ich erwähnte gar kein Lied.«

»O, wirklich nicht?«

»Nein, wirklich nicht!«

»Ich sehe mich zu der Bemerkung gezwungen, daß Sie es thaten

»Und ich sehe mich nochmals zu der Erklärung gezwungen, daß ich's nicht that.«

»Eine zweite Grobheit! Das genügt, mein Herr. Ich werde Ihnen nie vergeben: alles ist aus zwischen uns.«

Dann hörte man ein verhaltenes Schluchzen. Alonzo sagte hastig:

»O, Rosannah, nimm diese Worte zurück! Dahinter steckt ein schreckliches Geheimnis, irgend ein entsetzliches Mißverständnis. Im vollen Ernst und ganz aufrichtig gesagt, ich habe nichts von einem Lied erwähnt. Ich möchte dich um alles in der Welt nicht verletzen … Rosannah, Liebste? … O, sprich mit mir, ich bitte dich!«

Es folgte eine Pause; dann hörte Alonzo des Mädchens Schluchzen wie aus weiter Ferne; sie hatte sich vom Telephon zurückgezogen. Er erhob sich mit einem schweren Seufzer und eilte aus dem Zimmer, vor sich hinmurmelnd: »Ich muß meine Mutter aufsuchen. Sie wird ihr hoffentlich die Ueberzeugung beibringen, daß ich sie nicht verletzen wollte.«

Eine Minute später krümmte sich der Ehrwürdige über das Telephon, wie eine Katze, welche die Wege ihrer Beute kennt. Er brauchte nicht lange zu warten; nach einigen Minuten hörte man eine sanfte, bereuende, von Thränen zitternde Stimme sagen: