»Meinethalben.«
Und wieder schwuren die Jungen einen grausig feierlichen Eid.
»Worüber schwatzen sie gerade hauptsächlich in der Stadt, Huck? Ich hab' alles durcheinander gehört!«
»Schwatzen? Ei, Muff Potter, Muff Potter und nichts als Muff Potter, immer und ewig. Mir treibt's den kalten Schweiß aus, wenn ich nur den Namen höre. Am liebsten steckt' ich mir Baumwolle in die Löffel!«
»Gerad' so geht's bei mir, grad' so! Ich glaub' der ist verloren. Dauert er dich nicht auch manchmal?«
»Ei immer, beinahe immerzu. Viel wert ist er ja nicht, aber er hat doch keinem 'was zuleid' gethan. Stibitzt wohl mal 'nen Fisch, um Geld für Schnaps zu kriegen und sich zu besaufen, und bummelt den ganzen Tag herum, aber – Herrgott, – das thut ja jeder – wenigstens beinah' jeder. Aber er ist doch ein guter Kerl. Einmal hat er mir 'nen halben Fisch gegeben und sich selber an der andren Hälfte hungrig gegessen, und oft und oft hat er mir geholfen, wenn ich irgendwo in der Patsche saß.«
»Und mir hat er Drachen geflickt, Huck, und Angelhaken an der Leine festgemacht. Weiß Gott, ich wollt', wir könnten ihn freimachen! Ich gäb' was drum!«
»Du lieber Himmel, das würde doch nicht viel helfen, Tom, den hätten sie gleich wieder fest!«
»Das ist ja wahr, aber ich kann's gar nicht mit anhören, wenn sie so über ihn losziehen, als wär' er der leibhaftige Gottseibeiuns, und er's doch gar nicht gethan hat.«