»Tom, ich befaß' mich nicht gern mit den Toten. Die machen einem immer nur Ungelegenheiten.«

»Ich hab' auch keine Lust, sie aufzuwecken. Denk' mal, wenn der hier plötzlich seinen Schädel 'raus streckte und was sagen wollte.«

»Tom, Tom, hör' auf. 's ist schauerlich!«

»Das ist's, Huck. Mir ist auch kein bißchen wohl dabei, sag' ich dir.«

»Komm, Tom, wir stecken's auf und graben mal wo anders.«

»Gut, 's ist am End' besser.«

Tom dachte ein Weilchen nach und sagte dann:

»Im Gespensterhaus. Das ist der richt'ge Ort!«

»Hol's der Geier. Ich mag keine Häuser, in denen's spukt, Tom. Weiß Gott, Gespenster sind fast noch schlimmer als tote Menschen. Die mögen meinethalben mal plötzlich, ohne daß man dran denkt, den Mund aufthun und einen erschrecken, aber die kriechen doch nicht herum in ihren Leichentüchern wie die Gespenster, und sehen einem plötzlich über die Schulter, wenn man gar nicht an sie denkt, und klappern mit den Zähnen und Beinern. Das könnt' ich nicht aushalten, Tom, – kein Mensch könnt' so was.«