Er sprang hin und brachte die Hacke und Schaufel der Jungen herbei. Der Indianer-Joe nahm die Hacke, besah sie kritisch, schüttelte den Kopf, murmelte etwas in sich hinein und machte sich dann an die Arbeit.
Die Kiste war bald bloßgelegt. Sie war nicht sehr groß, mit eisernen Bändern beschlagen und schien sehr stark gewesen zu sein, ehe der Zahn der Zeit sie benagt hatte. Die Männer starrten in glückseligem Schweigen nieder auf den gleißenden Schatz.
Endlich flüsterte Joe:
»Kamerad, das sind Tausende von Dollars.«
»Man hat immer gemunkelt, daß Murrells Bande sich mal 'nen Sommer hier herumgetrieben hätte,« bemerkte der Fremde.
»Weiß wohl,« bestätigte Joe, »und dies hier sieht, meiner Treu, ganz danach aus.«
»Jetzt können wir auch das andre Stückchen aufgeben, was!«
Der Halbindianer runzelte finster die Stirn. Dann sagte er:
»Du verstehst mich nicht, wenigstens die Sache nicht, um die sich's handelt. 's ist mir diesmal nicht um's Stehlen, – 's ist Rache, die ich haben will.« Dabei flammten seine Augen in grellem Feuer auf. »Dazu brauch' ich dich und deine Hilfe. Wenn wir das hinter uns haben – dann auf nach Texas! Und jetzt mach' dich heim zu deiner Hanne und deinen Bälgern und wart' bis ich dich rufe.«
»Soll mir recht sein! Was aber fangen wir mit dem da an – vergraben's wieder?«