»Ach, Huck, 's war gräßlich. Ich probierte erst zwei von den Schlüsseln, so leise ich konnte, die machten aber 'n solchen Lärm, daß mir übel und weh wurde vor Angst. Ich konnte sie auch gar nicht im Schloß umdrehen. Dann, ohne selber zu wissen, was ich thu', faß' ich nach der Klinke, drücke und – auf springt die Thür. Sie war gar nicht verschlossen gewesen! Ich hinein, werf' das Tuch von der Laterne und – Heiliger Gott!«
»Was – was war's, Tom?«
»Huck! Ich trat fast auf 'ne Hand, und wie ich näher hin seh', ist's dem Indianer-Joe seine.«
»Puh!« stöhnte Huck wortlos.
»Weiß Gott! Da lag er am Boden und schlief ganz fest, mit dem alten Pflaster über dem einen Aug' und weit ausgestreckten Armen.«
»Um alles in der Welt, sprich, – was hast du denn da gemacht? Ist er aufgewacht?«
»Nee, der rührt sich nicht. Er muß betrunken gewesen sein. Ich greif' nur flink nach meinem Tuch und stürz' davon.«
»Ich hätt' nicht mehr an das Tuch gedacht, das wett' ich.«