Der Alte lachte herzlich.

»Wer weiß, Huck, mein Junge, wer weiß? Bist du denn nicht gut Freund mit der Witwe?«

»O ja, jedenfalls ist sie freundlich mit mir gewesen!«

»Na – also! Weshalb hast du dann Angst?«

Huck war sich über die Frage noch nicht ganz klar geworden, als er sich schon mit Tom in den Salon der Frau Douglas hineingeschoben fühlte. Jones ließ den Karren an der Thüre stehen und folgte ihnen.

Das Haus war strahlend hell erleuchtet, und jeder, der im Städtchen irgend etwas zu bedeuten hatte, war zugegen. Thatchers waren da und Harpers, Rogers, Tante Polly, Sid, Mary, der Pfarrer, der Redakteur und noch viele andere, und alle in festlichem Gewande. Frau Douglas empfing die Jungen so herzlich, wie man zwei so aussehende Menschenkinder empfangen konnte. Sie waren mit Lehm und Talgtropfen förmlich überzogen. Tante Polly wurde feuerrot vor Verlegenheit, legte die Stirn in drohende Falten und schüttelte vorwurfsvoll und mißbilligend ihr graues Haupt gegen Tom. Niemand aber konnte verlegener, beschämter sein, als die Jungen selber. Herr Jones sagte:

»Tom war noch nicht zu Hause; ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben, ihn herbei zu bringen, aber just vor meiner Hausthüre stolpere ich dann über die beiden, und da hab' ich sie eben mitgebracht, wie sie gingen und standen.«

»Und das war sehr recht,« bekräftigte die Witwe. »Kommt mit mir, Jungens!«

Sie nahm sie mit sich in ein Schlafzimmer und sagte: