»Das ist just ein Leben für mich,« jubelte Tom, »morgens braucht man nicht aufzustehen, braucht nicht in die Schule, sich nicht zu waschen und all den andern dummen Firlefanz. Siehst du nun, Joe, ein Pirat hat gar nichts zu thun, so lang er am Lande ist, ein Eremit aber, der muß beten, beten, beten bis er schwarz wird, und hat nie ein Vergnügen, immer so allein für sich.«
»Das ist auch wahr,« meinte Joe, »ich hab' eben nicht weiter drüber nachgedacht. Jetzt will ich selber viel lieber Seeräuber sein, seit ich's probiert hab'.«
»Außerdem,« belehrte Tom, »giebt man heutzutage nicht mehr so viel auf Eremiten, wie früher in alten Zeiten, während ein Pirat überall geachtet ist. Ein Eremit muß auch immer auf dem allerhärtesten Platz schlafen, den er finden kann, muß Asche auf sein Haupt streuen und –«
»Asche? Zu was denn die Asche auf den Kopf?« fragte Huck.
»Das weiß ich selber nicht. Aber das müssen sie – alle Eremiten thun's. Du hättst's auch zu thun, wenn du einer wärst.«
»Die sollten mir kommen,« versetzte Huck.
»Na, was thät'st du denn?«
»Das weiß ich noch nicht. Aber Asche auf den Kopf sicher nicht.«
»Aber Huck, das müßtest du einfach. Wie wolltest du da drum herum kommen?«
»Ei, ich würd's eben nicht leiden. Ich risse aus!«