»Es gibt keine Inkonsequenzen in der Christlichen Wissenschaft. Das ist ganz ausgeschlossen, denn unsere Wissenschaft ist absolut. Anders kann es auch gar nicht sein, denn sie stammt unmittelbar von dem Alles-in-Allem und dem Allzusammen: Seele, Knochen, Glaube, Eins in einer Serie, allein und ohnegleichen. Unsere Wissenschaft ist Mathematik, die von materiellen Schlacken gereinigt und vergeistigt ist.«
»Das sehe ich wohl, aber …«
»Sie beruht auf der unverrückbaren Grundlage eines apodiktischen Prinzips.«
Dieses Wort wollte nicht in mein Gehirn hinein, und ich kam dadurch ein bißchen in Verwirrung; doch bevor ich mich nach der Bedeutung erkundigen konnte, verbreitete sie schon das nötige Licht über die Dunkelheit, indem sie fortfuhr:
»Dieses apodiktische Prinzip ist das absolute Prinzip unserer Wissenschaftlichen Geistesheilkunst, die unumschränkte Omnipotenz, die uns Menschenkinder von Schmerz, Krankheit, Kräfteverfall befreit und überhaupt von jedem Uebel, das des Fleisches Erbteil ist.«
»Aber doch gewiß nicht von jeder Krankheit, von jedem Kräfteverfall?«
»Von allem und jedem! Ausnahmen gibt’s nicht; Kräfteverfall existiert nicht; dieser Begriff ist eine Unwirklichkeit.«
»Aber wenn Sie Ihre Brille nicht bei sich haben, können Sie mit Ihrer geschwächten Sehkraft nicht …«
»Meine Sehkraft kann nicht geschwächt sein; keine einzige unserer Fähigkeiten kann schwächer werden; die Seele ist Meister, und die Seele kennt keinen Rückschritt!«
Sie stand unter dem begeisternden Einfluß des dritten Stadiums; es konnte daher keinen Zweck haben, die Unterhaltung in dieser Richtung fortzusetzen. Ich verließ also dieses Gebiet und wandte mich mit meinen Fragen wieder der Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft zu: