»O, dann ist etwas nicht in Ordnung! Mein Gott, ich bin verloren!« Und er sprang auf und strebte sich den Händen zu entwinden, die sich nach ihm ausstreckten. Er wollte durchaus entfliehen. Aber das war natürlich ganz undenkbar. Dann warf er sich wieder auf die Kniee, schrie aus Leibeskräften und umklammerte meine Beine, und ließ mich nicht los und bat und flehte und rief: »O, haben Sie Erbarmen mit mir! O, seien Sie gnädig mit mir! Verlassen Sie mich nicht; sie würden keinen Augenblick mein Leben verschonen. Beschützen Sie mich, retten Sie mich! Ich will alles gestehen!«

Wir brauchten ziemlich lange Zeit, um ihn zu beruhigen und ihm die Angst auszureden und ihn wieder in eine einigermaßen vernünftige Geistesverfassung zu bringen. Dann begann ich ihn auszufragen: Er antwortete demütig, mit niedergeschlagenen Augen, von Zeit zu Zeit die unablässig rinnenden Tränen abwischend.

»Du bist also in deinem Herzen ein Rebell?«

»Ja, Herr Major.«

»Und ein Spion?«

»Ja.«

»Und hast nach gemessenen Befehlen von außerhalb gehandelt?«

»Ja.«

»Mit Freuden, vielleicht?«

»Ja. Es hätte keinen Zweck, das zu leugnen. Der Süden ist mein Vaterland; mein Herz gehört der Sache des Südens – Herz und Leib und Seele!«