3) Endlich sind nach Witkowski's Vorgange noch folgende Fehler verbessert: 97 Volckern. 927 τοι] σοι. 1540 Pro longeant. 1830 saeit (sueit Goldast statt sneit). 2826 Αρηος. 3428 mir] nur. 3629 vnnd mitlere. 3721 Punkt nach es. 3822 H. 3823 αυτὴν. 493 Sous] Solus.[1]

Die Abkürzungen sind aufgelöst. Häufiger ist nur ē für en (32 mal), vṅ für vnd (12 m.), ṅ für nn (10 m.); ausserdem ṁ für mm (4 m.) und einmal ē für em.


Die auf A folgenden Ausgaben waren ebenfalls Einzeldrucke; erst 1690 wurde das Werk in die Gesammtausgabe aufgenommen. Die Titel der einzelnen Ausgaben findet man verzeichnet bei Hoffmann von Fallersleben, Martin Opitz von Boberfeld (Leipzig 1858) und in Witkowski's Ausgabe S. 77–80, dessen Chiffern ich annehme. Sie erschienen: B Frankfurt und Breslau 1634. C Wittenberg 1634. E Wittenberg 1635 (zum Drittenmahl auffgeleget). G Wittenberg 1638 (zum Vierdtenmahl auffgeleget). H Wittenberg 1641 (zum Fünfften mahl auffgeleget). I Frankfurt a/M. 1645. Die erste Ausgabe, in welcher sich Hanman's Anmerkungen befinden (– Jetzo aber von Enoch Hannman an vnterschiedlichen Orthen vermehrt vnd mit schönen Anmerckungen verbessert. Nunmehr zum sechstenmahl correct getruckt.). Über Hanmanns Anmerkungen s. Borinski, Poetik der Renaissance s. 285 ff., Witkowski s. 68 ff. – K Wittenberg 1647 (Nunmehr zum Sechsten mahl auffgeleget). Ohne Hanmanns Anmerkungen. L Frankfurt a/M. o. J. (ca. 1650). Mit den Anmerkungen; »zum siebenden mal correct gedruckt«. M Frankfurt a/M. 1658 dsgl., »zum achten mal correct gedruckt«. N Breslau, Fellgibel o. J. Diese Ausgabe gehört in den 1. Teil der 1690 erschienenen Gesamtausgabe von Opitzens Werken, hat aber besonderen Titel und Paginierung und kommt auch separat vor. – Die genannten Ausgaben sind sämmtlich 8o (resp. 12o); eine zweite Quartausgabe vom Jahre 1626 führt Grässe im Trésor des livres an und Goedeke im Grundriss1. Die Angabe scheint aber auf Irrtum zu beruhen. Ueber eine 2. Ausgabe Wittenberg 1634 und eine Danziger 1635 [vielmehr 1634, s. u.], welche nicht nachweisbar sind, s. Witkowski D u. F.

Endlich wurde die Poeterei aufgenommen in die beiden in der Mitte des 18. Jahrhunderts veranstalteten Opitzausgaben: O von Bodmer, Zürich 1745 (nur der 1. Teil erschienen, darin die Poeterei S. 1–70); P von Triller, Frankfurt a/M. 1746 (Vier Bände, die Poeterei eröffnet den 1. Band).

Auf allen Ausgaben nach der ersten lautet der Titel »Prosodia Germanica, Oder Buch von der deutschen Poeterey &c.« Man wird kaum annehmen dürfen, dass der Zusatz »Prosodia Germanica« von Opitz selbst herrühre, da Opitz sicher nach der Ausgabe von 1624 bei keiner folgenden beteiligt gewesen ist. Dieselben zeigen nicht nur keine Veränderungen, sondern sind sogar derart aus der ersten Ausgabe, und dann wieder eine aus der andern, abgedruckt, dass das von Opitz selbst dort gegebene Druckfehlerverzeichniss nicht berücksichtigt worden ist, wie überhaupt das ganze Nachwort »An den Leser« ([S. 59]. 60) in allen Ausgaben von B ab fehlt, so dass sich dieselben unsinnigen Druckfehler teils durch alle folgenden Ausgaben hindurchziehen, teils in einzelnen derselben verbessert werden, aber zuweilen durch Conjectur anders als Opitz vorgeschrieben. Z. B. sind die Fehler Marcilius statt Manilius 1211, liel st. ciel 327, der st. oder 4137 bis 1690 in allen Ausgaben, erst Triller und Bodmer bessern richtig. 3231 steht 1624 abstehen, Opitz corrigiert abstehlen, die folgenden Ausgaben machen aus abstehen das nahe liegende absehen, und diese Lesart ist auch noch in OP vorhanden. Ebenso ist in derselben Zeile 3231 das mögen statt möge in allen späteren Ausgaben conserviert; u. a. m.

Es geht daraus hervor, dass für den Text der Poeterei allein die Ausgabe A von 1624 in Betracht kommt.

Heidelberg [Dritter Druck 1902]. Wilhelm Braune.


Auch dieser vierte Druck ist mit der Originalausgabe verglichen worden. Für Nachträge zur Einleitung bin ich G. Witkowski zu Dank verbunden; insbesondere hat er den alten Druck F in der Buchhandlung von Gustav Fock (aus dem Nachlasse Reinhold Bechsteins) aufgefunden und mir den Titel der Ausgabe, deren Verbleib ihm nicht bekannt ist, freundlichst mitgeteilt: