Andre Tage öffnen die Türen,
Deren Riegel sich jetzt nicht rühren.
Der Wald, der hütet sie gut.
Des welken Laubes Feuerglut,
Die brennt auf der Schwelle der Türen ...

— Die anderen Tage sind voller Müh',
Die anderen Tage fürchten sich auch,
Die anderen Tage kommen nie,
Die anderen Tage sterben wie sie,
Und wir, wir sterben auch ...

XIII

Schwestern, ich suchte dreissig Jahr,
Wo mag er verborgen sein?
Schwestern, ich pilgerte dreissig Jahr
Und holte ihn doch nicht ein ...

Schwestern, ich pilgerte dreissig Jahr,
Nun sind die Füsse mir schwer.
Schwestern, er war überall
Und ist nirgends mehr ...

Schwestern, trübe die Stunde blinkt;
Zieht mir vom Fusse die Schuh'.
Schwestern, auch der Abend sinkt
Und meine Seele sucht Ruh' ...

Schwestern, sechzehn Jahre alt,
Pilgert weit fort von hier.
Schwestern, nehmt meinen Stab zum Halt,
Geht und sucht gleich mir ...

XIV

Die drei Schwestern wollten sterben,
Setzten auf die güldnen Kronen,
Gingen sich den Tod zu holen.

Wähnten ihn im Walde wohnen:
»Wald, so gib uns, dass wir sterben,
Sollst drei güldne Kronen erben.«