Zugleich ist der Bruder Byleists (Loki’s) bei der Fahrt. —
Surtur fährt von Süden Mit flammendem Schwert,
Es blitzt von dem Schwerte Die Sonne der Schlachtgötter;
Die Felsberge stürzen, Riesinnen schreiten einher,
Es betreten die Menschen den Helweg; Der Himmel aber klafft.
Nun folgt der Kampf der Götter: Odin steht gegen den Wolf Fenrir, von dem er verschlungen wird, Thor gegen die Midgardschlange, die ihn vergiftet, Freyr gegen Surtur, von dem er getötet wird. Zuletzt sinkt die Erde ins Meer, die Sterne fallen vom Himmel:
Es wütet Feuer und zehrende Flamme,
Hoch leckt die Lohe gegen den Himmel selbst.
Andere nordische Sagen stimmen mit der obigen Erzählung überein, nur daß sie mehr ausführen. In Deutschland selbst haben wir die Götterdämmerung in dem Althochdeutschen, im neunten Jahrhundert aufgezeichneten Lied Muspilli. Elias steht anstelle der Asen, der Antichrist und Satanas für Loki und Surtur. Elias wird verwundet und das weitere lautet in der Übersetzung von Johannes Scherr: „Die Berge entbrennen, kein Baum bleibt stehen auf der Erde, die Wasser trocknen aus, das Meer verdampft, in Lohen vergeht der Himmel, der Mond fällt hernieder, Midgard flammt auf, kein Fels steht fest. Der Tag der Vergeltung fährt über die Lande, fährt über die Völker mit Feuer. Da kann kein Verwandter dem anderen helfen vor dem Muspille.“ Einzelnes stimmt auffallend mit dem Bericht der Wala.
Der zerstörten alten Welt (nur das Meer bleibt) muß eine neue folgen. Auch nach germanischer Sage ist diese neue Welt besser als die frühere. Die Wala schaut: