Welche sie damals In der Urzeit hatten.

Es werden ungesät Die Äcker da wachsen,

Alles Übel wird weichen; Baldr wird kommen;

Vereint werden Hodr und Baldr Unter den Dächern des Hropt (Odins),

Die beiden Kampfgötter ...

Einen Saal sah ich stehen, Schöner als die Sonne,

Mit Gold gedeckt, Auf Gimles (Himmels-) Flur,

Da sollen die fröhlichen Scharen (guten Menschen?) wohnen,

Und Freude genießen Bis ans Ende der Tage.

Nach Vafthrudnismal in der älteren Edda heißen die neuen Asen Vidar und Veli, Modi und Magni, Nachkommen von Odin und Thor, die nicht mit der Welt untergegangen sind. Aber Baldr ist ja die poetischere und höhere Figur mit seinem blinden Bruder Hödr. Das neue Menschenpaar ist Lif und Lifthrasir; sie hatten sich während des Weltunterganges (?) in Hoddmimirs (der Weltesche) Grün geborgen, ihre Speise war Morgentau. Als Sonne leuchtet nach der jüngeren Edda eine Tochter der früheren Sonne. Damit vergleiche man den Weltuntergang und Weltneubau nach der Offenbarung Johannis, namentlich Kap. 6, 7 und 20, 21. Man wird sehr erhebliche Ähnlichkeiten zwischen beiden Erzählungen finden. Auch die Sybillinischen Orakel, Buch V, 345 ff., gehören hierher.