Die neue Eva
2. Tausend. Preis brosch. M. 2,50, geb. M. 3,50
»Ein reifes Buch. Das Urteil einer Frau, welche die Frauen und die Männer sowie das Leben kennt. Frau Janitschek ist dem deutschen Leser längst bekannt. Sie ist modern im guten Sinne. Sie ironisiert in feiner Weise die Emanzipations-Bestrebungen der Hypermodernen und kommt zu dem allerdings nicht neuen Schluss, dass ohne die »Kanaille« Mann das Weib nichts ist und sein kann. Durch alle Novellen des vorliegenden Buches zittert eine gesunde Ethik. Es liegt über jeder einzelnen Geschichte der dumpfe Hauch der geschlechtlichen Gier. Und aus jeder Geschichte kann eine treffliche Moral gezogen werden. Trotz des pikanten Inhalts würde ich jedem Mädchen dieses Buch zwei Tage vor seiner Ehe in die Hand geben. Nach den hier vertretenen Prinzipien handelnd, wird dann aus dem »Gänschen« nicht notgedrungen die »unverstandene deutsche Frau!«
»Frankfurter Neueste Nachrichten.«
Die »Neue Hamburger Zeitung« schreibt:
»Die neue Eva« ist ein durchaus künstlerisches Tendenzbuch, eines der wenigen, die wir in Deutschland haben, denn ein Schönheitsglaube glüht darin auf, eine reine aufstrebende Sinnlichkeit und das kraftvolle Selbstvertrauen, dass auch die Frau stark genug sei, sich zu befreien, ohne Gefährtinnen, Versammlungen und Zeitungen. Und das ist wohl ihr eigenster Sinn, dass nur diejenigen Freiheit verdienen, denen sie das eigene Herzblut gewiesen und erkämpft, die selbst Individualitäten sind. Reine, starke Höhenluft atmet über diesem Buche und ein Duft, wie von heissglühenden, sommerlichen Rosen, denn es ist ein Dichtbuch reifer und ungezwungener Sinnlichkeit und das Lebensevangelium einer schöpferischen Frau. Und ich glaube, dieser Eindruck der Persönlichkeit ist so stark, dass ihn selbst diejenigen spüren werden, die die »Neue Eva« lesen um der heiklen Themata und der Unterhaltung willen, und zur Erkenntnis gelangen, dass sich hier hinter Spott und farbiger Schilderung das ernste Antlitz einer wertvollen Weltanschauung erhebt.«
»... Und nun die neue Eva! Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein. Das sind sieben Geschichten, die tief aus dem Werden und Wollen des Weibes herausgeschrieben sind. Maria Janitschek hat hier die künstlerischere Seite ihrer Kraft gefunden. Kaum jemals ist Psychologie mit Physiologie in der Novelle so innig verbunden worden wie in diesen Geschichten. Glut und Wahrheit, ein feines Spüren nach den geheimsten Regungen der Evanatur, eine glückliche Hand im Ausmalen des Schleierlosen – das alles und noch einiges findet der Leser – die Leserin möge freilich nicht zu jung sein – in den Erzählungen von der neuen Eva, unter denen »Neue Erziehung und alte Moral« ein Meisterstück des psychologischen Verismus ist.
»Berliner Lokal-Anzeiger.«
Zwei neue Romane von