Sie fressen allezeit die Füss'[147]

Und sind in ihren Worten süss;

Indes, wenn man sie allzumal

Erkennt, ist's nichts als Gift und Gall'.

Ach, wären sie in Portugal!

Ach, wären allesamt zur Frist

Dort, wo der Pfeffer gewachsen ist,

Und dürften nicht zurücke denken!

Wollt' ihnen gern das Weggeld schenken.«

Nichtsdestoweniger haben im allgemeinen die Beginenanstalten unendlich viel Gutes gestiftet. Viele jener ehemaligen Buhlerinnen gaben sich mit vollem Herzen der Busse hin, wurden zu aufopferungsvollen Krankenschwestern und Pflegerinnen, die sich in zahlreichen Epidemien des Mittelalters gleich Heldinnen hervorthaten. Gar manchem jener ernsten und sittlich gefestigten Weiber winkte noch ein spätes Glück, da sie in dem dem Tode entrissenen Kranken einen Ehemann fanden, dem sie Treue bis zum Grabe wahrten. Es dürfte daher nicht ganz ungerechtfertigt gewesen sein, was der Vater in dem Nürnberger Gedichte, »Wie ain junger gsell weyben sol«, zu seinem Sohne bemerkt: