Ihre hohe Sprünge, unweiblich fast zu tanzen.«

Wie bei diesen Sprüngen die leichte Gewandung flattern musste! Aber es kam noch toller: Man schwenkte die Tänzerinnen in die Luft empor, »dass man hoch sieht die blossen Beine«, wie Brant im Narrenschiff sagt. – Es sei hier nebenbei erwähnt, dass Beinkleider den mittelalterlichen Frauen gewöhnlichen Standes unbekannt waren.[181]

Geiler eifert gegen derartiges Tanzunwesen:

»Darnach findt man Klötz, die tantzen also sewisch (säuisch) und unflätig, dass sie die weiber und jungfrawen dermassen herumbschwencken und in die hohe werffen, das man jhn hinden und vornen hinauff siehet biss in die weich, also dass man jhr die hübsche weisse beinle siehet ..... Auch find man etlich, die haben dessen ein ruhm wann sie die jungfrawen und weiber hoch inn die höhe konnen schwencken und haben es bissweilen die jungfrawen (so anders solche jungfrawen zu nennen sein) fast gern und ist jnen mit lieb gelebt, wann man sie also schwencket, das man jhnen, ich weiss nicht wohin siehet.«

Murner variirt dasselbe Thema dahin:

»Seh' ich die Sache richtig an,

Kein frommes Kind dort hingehn kann,

Nur solche, die da stützen kann

Den Burschen, wenn er hebet an

Zu springen, und ihn hebt empor.