Das nun ein Eheweib wohl wär';
Doch nun sitzt sie im Frauenhaus,
Der Ehre ist der Boden aus.«[182]
Agrippa von Nettesheim, keineswegs so schwarzseherisch und pedantisch wie Murner und Geiler, sagt trotzdem in seinem 1526 verfassten Buche »De vanitate scientiarum«, man tanze mit unehrbaren Gebärden und tosendem Fussgestampfe nach lasciven Weisen und zotigen Liedern. In buhlerischen Umarmungen lege man dabei unzüchtige Hände an Mädchen und Matronen, küsse sie, und, Lasterhaftigkeit für Scherz ausgebend, stehe man nicht an, das schamlos zu entblössen, was die Natur verberge und die Sittsamkeit verhülle.
Diese harten Worte bestätigt auch Heinrich von Wittenweiler in seinem obengedachten »Ring«:
»Die Mäczli (Mädchen) warent also rüg
Und sprungen her so gar gefüg
Daz man in oft, ich wayss nit wie
Hinauf gesach bis an die Knie.
Hilden Hauptloch was ze weyt