Heutzutage hat ein Künstler nicht mehr begeistert zu sein. Nun? . . . (Da Orosmin schweigt, wendet er sich an Kunstreich.) Nun? . . . (KUNSTREICH ist inzwischen, während Klügrians großer Rede schon, zur Seite gerückt, hat dem Krüppel etwas zugeflüstert und begonnen, auf einem rasch hervorgeholten Blatt ihn begeistert zu zeichnen. Jetzt wacht er flüchtig empor.)

KUNSTREICH:

Du hast recht (zeichnet weiter.)

KLÜGRIAN:

Das war vielleicht zurzeit der Impressionisten noch am Platz. Damals zogen die Leute, wie Manet, aufs Land, in die Dörfer und dort sagte man »Ah« und »Oh« und »Ach, wie schön ist die Natur, dieser Bach, die Luft, das Licht« . . . Das war Kantilene, Diatonik; eigentlich ein Rückschritt gegen Monticelli . . .

KUNSTREICH (eifrig zeichnend):

Was er alles weiß! Ich bewundere ihn . . . Gib ihm nach, er hat ganz sicher recht . . .

OROSMIN (vor sich hin, sanft):

Ich bin so verliebt.

KLÜGRIAN: