Und ich sage es ihr auch.

»Wissen Sie denn nicht, daß ich jetzt auf Theater studiere.«

»Nein, seit wann denn?«

»Ich hab' schon drei Stunden gehabt.«

Voll Stolz zieht sie aus ihrer Pompadour einen kleinen Flaschenstöpsel und zeigt ihn mir: »Das muß ich jetzt immer im Mund haben und üben. Es ist wegen der Aussprache ...« Wir reden weiter von andern Dingen, aber sie hat keine Ruhe, sie wühlt weiter in ihrem Tascherl und endlich findet sie, was sie sucht, einen zweiten, ebensolchen Korkstöpsel. »Sehen Sie, da hab' ich noch einen,« weist sie mir ihn vor.

Das Parterre ist ziemlich leer, in unsrer Nähe sitzt niemand, so müssen wir nicht fürchten, daß unsre Gespräche stören. Nur daß da auf der Bühne etwas geschieht, stört uns.

»Ich bitte Sie, was geht denn da vor? Wovon handelt das Stück?«

Ich sage ein paar Dinge darüber, Nachklänge des Gymnasiums.

»So, und was geschieht zum Schluß?«

»Er versöhnt sich mit dem Antonio.«