»O ja,« sagte Graswürzelein nachdenklich. »Der Baum lebt wohl hier irgendwo und der Hügel auch irgendwo, denn nichts ist Zufall auf der Welt. Es war auch kein Zufall, daß ich das Feuer damals schlecht schürte, und daß die Vase schlecht trocknete. Nichts ist Zufall, sagen die Götter hier bei uns in Katata.«
Und während Graswürzelein das sagte, öffnete sie die Feuerluke, zerschlug den Krug am Boden, auf den sie das Schriftzeichen gemalt hatte, sammelte die Scherben und warf sie ins Feuer.
»Was machst du da?« sagte Oizo verblüfft.
»Ich habe zuviel geredet, und das ärgert mich,« sagte Graswürzelein. »Deshalb zerbrach ich den Krug.«
Der Maler verstand sie nicht, reichte ihr ein Geldstück hin und sagte:
»Nimm dies einstweilen als Dank für deine Aufklärung. Ich gebe dir später mehr, wenn mir der Kaiser den Wildgänsesaal bezahlt hat.«
Und Oizo ging und packte seine Zeichnungen ein, um am nächsten Morgen nach Kioto zu reisen.
Aber Graswürzelein warf, als er sich abwandte, das Geldstück in das Feuer des Ofens, geradeso, als wäre es eine Tonscherbe. Und als ihr Oizo Lebewohl sagte und ihr nochmals dankte, sagte sie:
»Warum soll ich dir Lebewohl sagen! Ich weiß ja doch, daß du wiederkommen mußt.«
»Das wäre nur ein Zufall, wenn ich wiederkäme,« sagte Oizo.