Nach der Hügelkette, die ihm zur Seite blieb, sah er hinauf, „die Goldberge“ hießen die Höhen — Geheimnisse schliefen in ihrem Schoß.
Nun ließ er seinen Weg und stieg auf die Gipfel. Hier stand er und blickte ins Land, auf das Reich seines Schaffens.
Sein Reich — eben hatte er den letzten Kampf bestanden, es sich und den Seinen zu gewinnen. Er kam aus der Kreisstadt. Nach endlosen Verhandlungen war es ihm heute gelungen, deren Väter, die trägen, die übelwollenden, die argwöhnischen Gemüter sich zu beugen. Die verfallene Ziegelei, die niemand kaufen, niemand pachten wollte, war samt dem Gelände jetzt ihm und seiner Siedler-Mannschaft gesichert. Damit erst war das ganze Siedlungswerk auf festen Grund gestellt.
Die Ziegelei mit ihren Tonfeldern, auf der anderen Seite das Moor und sein Torfstich, ein Stück Kiefernwald, bereit, die Balken und Bretter zu liefern, reichlich Kulturboden und weites Heideland zum Urbarmachen — was brauchte man mehr zum Bauen und Hausen!
Die Brust schwoll ihm, tief tranken seine Lungen die mondhelle Luft.
Im Osten strahlte die See, vom Himmel beleuchtet bis an den Saum des Horizonts. Kein Schiff war zu sehen, kein Dampfer, kein Segler — das tote deutsche Meer.
Da zuckte es schmerzhaft durch ihn hin, und er wandte sich wieder landeinwärts. Schritt herab von der Höhe, schritt wieder seinen Weg über die Heide. Er warf den Druck von sich, seine Sehnen federten wie im Marsch. Das Lied der deutschen Jugend, das durch die Seelen zog, kam ihm in den gestrafften Sinn, und er sang sich die Worte:
Wir sind die Jungen, in Not gestählt,
in Schmerzen geworden, in Schmerzen erwählt.
Deutsche Erde, die uns erschuf,