Frei sollst du sein!
Wir machen dich frei!
Er war am Ziel. Die Baracke, die an den kiefernbestandenen Hang sich lehnte, war sein Quartier.
Der Bretterbau lag dunkel, die Kameraden hatten nicht mehr auf ihn gewartet. Er klopfte im Dreischlag, der Mann, der die Wache hatte, war gleich zur Hand, steckte eine Kerze an und öffnete ihm.
„Guten Abend, Runge, oder Guten Morgen!“ grüßte der Eintretende.
„Guten Abend, Herr Hauptmann.“
„Wir haben jetzt auch die Ziegelei.“
„Das ist famost!“ In dem verschlafenen viereckigen Gesicht des Wachmannes tanzten freudig die kleinen Augen wie feurige Punkte.
Dann berichtete er „nichts zu melden, Herr Hauptmann“, und jeder ging in sein Losament. Der Wachthabende in das kleine Gemach rechts vom Eingang, Hauptmann Horst Oldefeld in sein Zimmer, das gegenüber lag.
Ein kahler, niedriger, einfenstriger Raum, in dem nichts als ein Tisch, zwei Stühle und ein eiserner Ofen stand. Das Bett war ein Bretterverschlag an der Wand, mit Strohsack und wollener Decke. Lag es sich hart und kalt darin, hatte er die Bannworte bereit: Schützengraben und Champagne! Durch Dreck geschleift — in Dreck verkrustet! Und er kuschelte sich ein voll unbändigen Behagens.