Wohl hatte Kunz das Instrument auf diesen Ton gestimmt. Und auch ihm kamen bitterliche Stunden, in denen er Horst sein Herz ausschüttete. „Ich mach nicht mehr mit, — in diesem elenden Kasten — wie ein Sarg ist er — ein Bretterkahn ist er, der in den Orkus hineinfuhrwerkt — ich steig aus! Nach der Großstadt will ich. Müll kutschieren will ich oder den Gummibesen über den Straßenasphalt schieben!“

„Du bist größenwahnsinnig“, erklärte Horst dazu.

Dann gab er sich. Er mochte auch nicht zu dem Chorus gehören. Und da Trübsal und Bitternis nicht abreißen wollten, warf er sich in seinen alten Übermut, hielt sein Lachen parat, zornig und rüttelnd, und wusch die Köpfe.

„Hat das bißchen Schnupfen uns zu Jammerlappen aufgeweicht?“ Für die Braven und Zukunftsstarken schleppte er Rum herbei, ihnen braute er heilsamen Grog — wen gab es da, der nicht zukunftsstark wäre?

Mit seiner Zupfgeige zigeunerte er an den Krankenbetten. Muz saß andächtig dabei und hatte gespitzte Ohren. Dichtete an seinen Liedern „vom heimlich-unheimlichen Suff“ und sang sie ihnen.

Jetzt sing ich euch das Lied vom Muselmanne,

er betete getreulich seine Suren,

zuweilen aber kriegt er seine Touren,

und flüchtete zu seiner Fuselkanne.

Oder er warf ihnen so aus dem Handgelenk ganze Bündel Singsangreimereien vor.