5. die Herstellung von Schiffen, Booten und Barken, die sich gegen starken Sturm und Strömung fortbewegen,

6. die Erhöhung der Fruchtbarkeit des Erdbodens,

7. die Hebung des Wassers aus tiefgelegenen Orten und Kohlengruben auf eine neue Art,

8. das Weichmachen von Eisen und Kupfer,

9. das Bleichen von Wachs.

Im Jahre 1633 wurden die von uns bereits erwähnten „Récréations mathématiques“ Leurechons durch Oughtred ins Englische übersetzt[35]. Hier wurden die Äolipilen als Hilfsmittel beim Metallschmelzen vorgeschlagen.

Vielleicht ist diese Veröffentlichung der Anlaß zu dem englischen Patent Nr. 71 gewesen, das unter dem 24. Juni 1634 an Arnold Rotsipen erteilt wurde. Dasselbe betrifft außer verschiedenen auf anderen Gebieten liegenden Erfindungen einen mechanischen Hammer (hammer Mill), der durch Wasserdampf oder durch ein Pferd angetrieben wird und gestattet, mehr oder minder starke Schläge auszuüben, obgleich der Antrieb stets mit der gleichen Geschwindigkeit erfolgt. Dieses wichtige Patent ist in den Abridgements auffallenderweise nicht enthalten.

Um diese Zeit vollzog sich jener große Fortschritt in der Kenntnis des Luftdrucks, der an die Namen Galilei, Torricelli, Pascal und Otto v. Guericke geknüpft ist und fruchtbringend auf die Entwicklung der Anwendung der Dampfkraft — wenn auch nicht sofort erkennbar — einwirkte.

Im Jahre 1643 veröffentlichte der Jesuitenpater Athanasius Kircher in dem Buche „De arte magnetica“ eine Verbesserung des Brancaschen Schaufelrades. Dieselbe bestand im wesentlichen darin, daß auf das Rad an Stelle eines einzigen Dampfstrahles deren zwei zur Einwirkung gebracht wurden[36].

1648 empfahl der Bischof Wilkins in der Mathematical Magic die von Cardanus verbesserte Äolipile (vgl. S. [28]) zum Läuten der Kirchenglocken und zum Antrieb von Musikwerken, zum Garnhaspeln, zum Schaukeln von Kinderwiegen und zum Drehen von Bratspießen.