[Inhaltsverzeichnis.]

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Einleitung[5]
I. Eiserne Brücken und Hochbauten[7]
Die Forthbrücke[10]
Die Zambesibrücke[13]
Die Hohenzollernbrücke bei Köln[14]
Die Hoanghobrücke[16]
Die Brücke über den St. Lorenzstrom bei Quebec[18]
Der Eiffelturm[19]
Die 260 m-Türme der Großstation Nauen[19]
Das Woolworth-Gebäude in New York[21]
Eisenbetonbauten[22]
II. Tunnelbauten[24]
Der Simplontunnel[27]
Der Lötschbergtunnel[30]
III. Kanalbauten[31]
Der Panamakanal[31]
Der Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord-Ostsee-Kanal)[38]
Der Großschiffahrtsweg Berlin–Stettin[41]
IV. Staudämme, Talsperren und elektrische Überlandzentralen[44]
V. Elektrische Fernbahnen[54]
Allgemeines[54]
Magdeburg–Leipzig–Halle[57]
Die Jungfrau-Bahn[58]
Die Lötschberg-Bahn[61]
Die Montblanc-Bahn[62]
VI. Hoch- und Untergrundbahnen[63]
Berlin[65]
London[67]
Paris[67]
New York[68]
Philadelphia[69]
Chicago[70]
VII. Die drahtlose Telegraphie und Telephonie[70]
Allgemeines[70]
Die Großstation Nauen[74]
VIII. Neuzeitliche Riesen-Dampfschiffe[79]
Allgemeines[79]
»Lusitania«[82]
»Mauretania«[82]
»Olympic«[82]
»Titanic«[82]
»Aquitania«[83]
»Kronprinzessin Cecilie«[84]
»George Washington«[84]
»Imperator«[84]
»Vaterland«[84]
IX. Lenkbare Luftschiffe und Flugzeuge[87]
Starre Luftschiffe[88]
Halbstarre Luftschiffe[88]
Unstarre Luftschiffe[88]
Das Luftschiff während des Weltkrieges[93]
Eindecker[94]
Zwei- und Mehrdecker[97]
Das Flugzeug während des Weltkrieges[99]
Die Opfer der Flugtechnik[100]
X. Technische Kriegsleistungen[101]
Allgemeines[101]
Das deutsche Ferngeschütz[104]
Das Handels-U-Boot »Deutschland«[105]
Die Tanks[105]
Die Gewinnung des Luftstickstoffes[106]
Die Synthese des Ammoniaks[107]

Einleitung.

Eine jede Technik ist merkwürdig, wenn sie sich an vorzügliche Gegenstände, ja wohl gar an solche heranwagt, die über ihr Vermögen hinausreichen.

Goethe.

Wenn wir in den nachstehenden Abhandlungen eine Anzahl von Schöpfungen der Ingenieurtechnik der Neuzeit in Wort und Bild vorführen, so fassen wir hierbei das Gebiet der Ingenieurtechnik im weitesten Sinne des Sprachgebrauches auf, nicht in dem engen Sinne der technischen Wissenschaft und Sprachweise. Abraham a S. Clara, das Vorbild des Schillerschen Wallenstein-Kapuziners, erteilt der Stadt Nürnberg folgendes wohlverdiente Lob: »Weit mehr Künstler seynd von dieser Stadt herkommen, als gewaffnete Soldaten gestiegen aus dem großen Trojanischen Pferd, daß man also schier solle diese Stadt nicht mehr Nürnberg, sondern Hirnberg nennen, zumahlen so viel vernünftige und zu allen Künsten capable Köpff anzutreffen«. Von jeher hat der Stand der Ingenieure solche »capable Köpff« unter seinen Gliedern gezählt. Ihnen verdankt die Menschheit von heute einen guten Teil ihres Hochstandes. Zu den verständnisvollsten Kennern und Bewunderern der Technik gehörte Goethe. Mit sicherem Blicke erkannte er dasjenige in der Tätigkeit des Technikers, das diesem die Bewunderung der Mit- und Nachwelt einträgt und das darin besteht, daß er sich an solche Gegenstände heranwagt, die über sein Vermögen hinausgehen oder doch hinauszugehen scheinen. Dieser Wagemut tritt uns in den nachstehend behandelten Beispielen der Ingenieurtechnik in besonders hellem Glanze entgegen. Hierbei werden wir uns, entsprechend der vorstehend gegebenen weiteren Ausdehnung des Begriffes des Ingenieurs, nicht nur mit den Leistungen des Bau- und des Maschinen-Ingenieurs befassen, sondern auch dem Schiffbautechniker und dem Bezwinger der Lüfte und des Raumes sowie dem Ingenieur-Chemiker und dem Kriegs-Ingenieur die verdiente Würdigung widerfahren lassen.

Wir beginnen mit der Beschreibung einiger hervorragender Eisenbauten. Hier sind es die Brücken, die als Überwinder der trennenden Macht der Flüsse und Meeresarme schon seit den ältesten Zeiten bei der Allgemeinheit das Gefühl der Bewunderung und der Dankbarkeit gegen die Erbauer erweckten. Treffend bringt dies Schiller in dem Distichon »Die schöne Brücke« zum Ausdruck:

Unter mir, über mir rennen die Wellen, die Wagen, und gütig
Gönnte der Meister mir selbst, auch mit hinüber zu gehn. –