Inhaltsverzeichnis
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| Vorwort | ||
1. | Abschnitt: Modernes und Merkwürdiges in der Vergangenheit | |
2. | Abschnitt: Rechtspflege | |
3. | Abschnitt: Die Ketzer und die römisch-katholische Kirche | |
4. | Abschnitt: Toleranz und Ähnliches | |
5. | Abschnitt: Kriegswesen | |
6. | Abschnitt: Ehe | |
7. | Abschnitt: Sittlichkeit | |
8. | Abschnitt: Schicklichkeit und anderes | |
9. | Abschnitt: Medizinisches | |
10. | Abschnitt: Hygiene | |
11. | Abschnitt: Ehre | |
12. | Abschnitt: Religion und Glauben | |
13. | Abschnitt: Die „Hexen“ oder Ecclesia non sitit sanguinem! | |
14. | Abschnitt: Reliquien | |
15. | Abschnitt: Missionen und Kolonien | |
16. | Abschnitt: Autoritäten und Fortschritt | |
| Anmerkungen | ||
| Nachwort | ||
Vorwort
Die „Kultur-Kuriosa“ sind keine Anekdotensammlung, denn sie erheben den Anspruch, nur solche beglaubigte Tatsachen anzuführen, die nicht nur merkwürdig, sondern auch für ihre Zeit, gewisse Institutionen und Anschauungen charakteristisch sind; sie sind auch keine Kulturgeschichte, denn sie erstreben nach keiner Richtung hin Vollständigkeit oder systematische Ordnung. Was sie sind, wird der Leser wohl selbst herausfinden.
Daß die Schattenseiten stärker betont sind als die Lichtseiten, bringt der Zweck des Buches mit sich. Sollte aber jemand aus dem Verschweigen dieser oder jener Tatsache auf irgendeine Tendenz schließen, so möge er sich den Titel ins Gedächtnis rufen. Unterließ ich den Hinweis darauf, daß etwa Gregor VII. die Folterung der „Hexen“ verbietet, daß der Benediktinerorden sich die größten Verdienste um die Überlieferung der antiken Literatur erwarb, daß ein Franz von Assisi zu den Heiligen der Kirche zählt, daß unsere Verfassung die Gleichheit aller vor dem Gesetz verbürgt u. a. m., so hat das seine guten Gründe: Ich finde das alles garnicht kurios. Würde ich diese und andere Erscheinungen aufgenommen haben, so wäre das boshaft.
Das Buch ist nun mal durchaus subjektiv, und jedem Leser sei freigestellt, Dinge, die ich für höchst sonderbar halte, für die natürlichsten von der Welt zu erklären und umgekehrt.
Objektiv wahr aber sind die mitgeteilten Tatsachen. Sollte ich versehentlich in irgend einem Punkte geirrt haben, dann bitte ich um Belehrung; sollte ich aber mit mancher liebgewordenen Vorstellung aufräumen oder gar Gefühle verletzen, um Entschuldigung.