Preis geheftet 5 Mark 50 Pf., gebunden 5 Mark
Der Tag: Dies neue Buch stellt eine gediegene, gut durchdachte, durchaus zusammenhängende, fein gegliederte Beweisführung dar. Freilich ganz ohne Anmerkungen, Belege, Kommentare, sogar ohne Register: es ist erlebt. Ein heißes Streben und Sehnen nach Besserung, Veredelung, Modernisierung durchzieht das Ganze. Und wo die Satire scharf zu schneiden gezwungen ist, weil der baumelnde Zopf gar zu fest sitzt, da wird ihr versöhnlich geholfen durch einen den schlimmsten Griesgram entwaffnenden Humor. Zur Habilitation würde Kemmerich wohl nirgends zugelassen werden – schad’t nix: der Stand der wahrhaft freien Schriftsteller, der streitbaren Ritter vom Geiste, hat auch Daseinsberechtigung, Verdienste und Adel.
Gerichtszeitung, Wien: Es ist ein Vorzug des Kemmerichschen Buches, durch drastische Beispiele größere Wirkungen zu erzielen, als durch tiefsinnige, wissenschaftliche Betrachtungen.
Neue Weltanschauung: Der Verfasser sieht den Dingen überall mutig ins Auge und hat die lobenswerte, wenn auch an vielen Stellen ungern gesehene Gewohnheit, sie beim richtigen Namen zu nennen. Kurzum wir haben ein tapferes Buch vor uns, an dem jeder Freund der Wahrheit und des Fortschrittes seine helle Freude haben muß.
Öst.-Ungar. Buchhändler-Zeitung: Das ist eine kleine, harmlose Blumenlese der »Dinge, die man nicht sagt«, die aber Dr. Kemmerich, der Verfasser der »Kultur-Kuriosa«, ausführlich niederschreibt. Vieles in dem vorbildlich vornehm ausgestatteten Buche ist wahr, manches übertrieben, alles interessant.
Verlag von Albert Langen in München
Druck von Hesse & Becker in Leipzig
Papier von Bohnenberger & Cie., Papierfabrik, Niefern bei Pforzheim
Einbände von E. A. Enders, Großbuchbinderei, Leipzig