Auf auf Gespann, die Nacht ist schon vergangen,
wir wolln mit Freuden wieder einen neuen Tag anfangen,
dieweil wir nun die Pflicht der Ruh genossen,
so wolln wir säumen nicht, doch längst schon unverdrossen
des Höchsten Ruhm erhebe sich
mit Danken und mit Beten;
allein, was seh ich doch
von dorther zu uns treten?
Weil dann die Furcht mit Schrecken gar kein Ende nimmt,
schaut her, der helle Glanz, der jetzt herzu uns kimmt!
Der kleine Engel, auf dem Felsen stehend.
(Die Hirten, in malerischen Stellungen, starren erschrocken zu ihm auf.)
Hört, ihr Hirten, fürcht euch nicht,
eine große Freud, die ich euch bericht;
denn euch ist heut der Heiland geboren,
welcher ist Christus auserkoren.
Zu Bethlehem in Davids Stadt,
wie Micha es verkündet hat,
in einem Kripplein liegt das Kind
so eilet, daß ihr bald es find't!
Chor der Engel (hinter der Szene.)
Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!
(Während des Gesanges verschwindet der Engel.)
Der 1. Hirt.
Nun, hört doch, ihr lieben Gespann' mein,
zu uns Hirten ist kommen ein Engelein,
hat uns verkündet von einem schönen Kindelein,
welches liegt in einem Krippelein;
dies, dies soll der Heiland sein.
Der 2. Hirt.