Meines Knechts kläglicher Bericht
erfreut mich itzund wahrlich nicht
usw. (wie nebenstehend).
Nikolaus tritt für die Kinder ein und spricht:
O frommer Christe, Gottes Sohn,
der armen Kindlein doch verschon.
Siehe doch wie ihre Aeugelein
und Mündlein auf dich gerichtet sein.
Ach sieh, wie stehen sie so traurig,
ach sollt es nicht erbarmen dich,
bist du doch sonst gütig und milde,
freundlich und rechter Lieb ein Bilde,
insonderheit den Kindelein
pflegst du hold und gewogen sein,
sie sein unverständig und klein,
wissen noch nicht, was recht mag sein.
Drum laß dein Zorn bald vergehen
und bleib allhier bei ihnen stehen.
Tu anhören die Kinderlein!
Vielleicht sie frömmer werden sein.
Der Heiland.
Nikolaus, du treuer Knecht,
du erinnerst mich jetzund recht,
drum geh jetzt hin und stell vor dich
die Kinderlein fein ordentlich.
Nikolaus.
Das der heilge Christ befohln allzeit
treulich zu tun bin ich bereit.
Darum, ihr lieben Kinderlein,
stellt euch hier in die Ordnung fein
und tut hersagen, was ihr habt
gelernt nach meinem Mandat.
Der Heiland.
Für mich dürft ihr euch fürchten nicht,
euch guts zu tun bin ich verpflicht.
Mein Nam' ist Gott, mein Tun ist gut,
Mein Feind ist der, so Schaden tut.
Ich hab mit mir viel schöner Gaben
für Mägdlein und für junge Knaben,
Welche ich denen tu geben,
die schön und hübsch können beten.
Drum kommt, ihr lieben Kinderlein
Heran zu mir und betet fein!
Nachdem die Kinder ihre Gebete hergesagt, spricht der Heiland: