Lied der Schäfer.
Das Schäferleben mich ergötzt,
weil es so lustig ist,
denn wo ich nur den Fuß hinsetz
ist alle Müh versüßt.
Das Ohr zu hören wird nicht matt.
Das Aug zu sehen wird nicht satt,
den Schäferstab ich lieb.
Das Grünhainichener Spiel.
Dieses, obwohl auch ein Bruchstück eines älteren, ist bis in die neueste Zeit gespielt worden. Herr Gewerbelehrer Martin von der Spielwarenfachschule hat dazu eine anschauliche Zeichnung geliefert, die in Postkartenform weit verbreitet ist. Als Besonderheit führt das Spiel den heiligen Petrus mit dem Schlüssel mit. Die Gesänge sind jedenfalls später eingefügt worden.
Gesang: »Stille Nacht, heilige Nacht«
Knecht Ruprecht.
Euch grüßt Knecht Ruprecht wohlbekannt
den artgen Kindern im ganzen Land
und auch den Schlimmen mit Sack und Stecken
bringt er Freude zugleich auch Schrecken.
Knecht Ruprecht als ein Heidenkind
trat einst zu Christi ingesinnt
geht nun als Weihnachtsmann voran.
Bereit dem Christkind gern die Bahn
und weil es ihm so herzlich freut
so singt: »O du fröhliche Weihnachtszeit«
singt Alle, Baß, Tenor, Sopran
im Himmel stimm' wirs reiner an.
Gesang: »O du fröhliche, o du selige«
1. Hirt.
Aus Davids Haus, dem kahlen Stumpf
tief aus der Armut düstern Sumpf
hast du das arme Paar gesehen
die Davidssprossen nach Bethlehem gehen?