Der 1. Schäfer.

Auf, auf Gespann, die Nacht ist schon vergangen,
wir wolln mit Freuden wieder einen neuen Tag anfangen,
dieweil wir nun die Pflicht der Ruh genossen,
so wolln wir säumen nicht, doch längst schon unverdrossen
des Höchsten Ruhm erhebe sich
mit Danken und mit Beten.
Allein, was seh doch,
die dort herzu uns treten?
Weil dann die Furcht mit Schrecken gar kein Ende nimmt,
schaut her, der helle Glanz, der jetzt herzu uns kimmt.

Der kleine Engel.

Hört ihr Hirten, fürcht euch nicht,
eine große Freud, die ich euch bericht
denn euch ist heut der Heiland geboren
welcher ist Christus auserkoren.

Der 1. Schäfer.

Nun hört doch, ihr lieben Gespann mein,
zu uns Hirten ist kommen ein Engelein.
Hat uns verkündet von einem schönen Kindelein
welches liegt in einem Krippelein,
dies, dies soll der Heiland seyn.

Der 2. Schäfer.

Nun, wohlan, so laßt uns gahn,
um diese Dinge recht erfahren,
dieweil uns Gott der Herr hat solches kund gethan,
unser Vieh wird er indessen wohl bewahren.

Alle drei Schäfer singen:

Nun laßt uns gehen zum Krippelein,
beschaun wie diese Geschichte sey,
denn weil so viel tausend Engelein
singen von dem schönen Kindelein.