Am Gasthof Amtsgericht vorüber, über die Pöhlabrücke. Nach rechts. Am Gasthof Ratsgericht vorbei. Hinter Stein 3,00 teilt sich die Straße. Rechts die bequeme Talstraße im schönen Pöhlatal weiter. Wegbezeichnung blau-weiß-blau. Nach ca. 1 Stunde zum Blechhammer mit Restaurant. Immer im Tale weiter, an der Gasanstalt vorbei. Unter der Bahn weg. Rechts hinauf nach Bärenstein. Weiteres siehe Wanderung [23 b]. Wem der Weg nach Cranzahl zu weit erscheint, geht vom Berg zurück nach Bahnhof Bärenstein und fährt von hier über Annaberg nach Chemnitz zurück.

d) AnnabergBuchholz (½ Std.) – Schlettau (1 Std.) – Stadt Scheibenberg (¾ Std.) – Scheibenberg (½ Std.) – Bahnhof Scheibenberg (40 Min.).

Wanderzeit: ca. 3½ Std.

Ausgangspunkt: Markt zu Annaberg.

Vom Markte durch die geschäftsreiche Buchholzer Straße. Links das Denkmal Georgs des Bärtigen, des Gründers der Stadt. Die Kaiser Wilhelm-Straße setzt die Buchholzer Straße fort. An ihr links das Stadttheater. Später das Bismarckdenkmal. Rechts über die Brücke und die Bismarckstraße weiter. Ohne Unterbrechung sind wir so nach Buchholz gelangt. Nur die Sehma trennt die beiden Städte. (Eine Vereinigung beider wird von vielen wohlmeinenden Seiten angestrebt.)

Buchholz. Stadt mit 11000 Einwohnern, 557 m (Rathaus) hoch gelegen. Die Industrie erzeugt: Posamenten, Spitzen, Kartonagen.

Die Stadt wurde um einige Jahre später (1501) als Annaberg von Friedrich dem Weisen gegründet. Eine frühere Ansiedelung hieß bereits Buchholz. Der Name der neuen Stadt wurde St. Katharinenberg im Buchenholz. Ursprünglich reiche Ausbeute an Silber und Zinn. Als der Bergsegen erlosch, wandte man sich, wie in Annaberg, der aufstrebenden Posamentenindustrie zu. Die Kirche ist sehenswert. Auf dem Markt das Denkmal Friedrichs des Weisen.

Wir gehen die Karlsbader Straße entlang bis zum Schluß. Rechts der Friedhof mit Begräbniskapelle. Ca. 2 Minuten vom Ende der Friedhofsmauer betreten wir die prächtigen Waldanlagen. Wir durchschreiten sie. Die Scheibenberger Straße geht links neben uns her. Auf einen freien Platz. Hier links auf die Straße und dieselbe rechts weiter. Forsthaus (mit Gasthaus). Nach Verlassen des Waldes rechts das Gasthaus Neu-Amerika. Endlich nach Schlettau.

Stadt mit 3700 Einwohnern, 584 m hoch gelegen im Talkessel an der Zschopau. Die Industrie erzeugt: Posamenten, landwirtschaftliche Maschinen, Leim, Knochenpräparate.

1367 war die Stadt im Besitz der Markgrafen von Meißen. Später waren die Herren von Schönberg auf Hassenstein Besitzer. 1413 gehörte die Stadt dem Kloster Grünhain. Nach dem Hussitenkriege wurde sie von Abt Nikolaus an Sigismund von Miltitz verpfändet. 1464 verbot Friedrich der Sanftmütige eine weitere Veräußerung. Das Schloß war Wohnung des kurfürstlichen Forstmeisters. An der östlichen Chorwand der Kirche befindet sich ein Mönchsgesicht, das Wahrzeichen der Stadt.