Wanderzeit: 3¼ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Obercrottendorf. Station der Linie Schlettau–Obercrottendorf.
Hierher am Vorabend der Wanderung mit der Bahn über Annaberg. Nach Belieben kann man auch in Annaberg übernachten und mit dem ersten Frühzuge nach Obercrottendorf fahren.
Crottendorf, ein gewerbfleißiges Dorf mit 4800 Einwohnern, 650 m hoch am Oberlauf der Zschopau gelegen. Die Industrie befaßt sich mit Posamentenerzeugung, Fabrikation von Emaillierwaren, Zement- und Strumpfwaren. Im Jahre 1575 wurde hier Marmor entdeckt und ergiebig gebrochen. Er fand z. B. Verwendung beim Rathaus zu Amsterdam, Gellert- und Friedrich August-Denkmal in Leipzig, bei der Dresdner Hofkirche und für das Königin Mathilden-Denkmal in Kopenhagen. Die Marmorgewinnung ging infolge der Einführung besseren ausländischen Marmors zurück. Seit 1825 benutzt man ihn nur noch zur Herstellung von Kalk. Der Kalkofen ist gegenwärtig nicht mehr im Betrieb.
Vom Bahnhof Obercrottendorf den gelb-weißen Marken folgend links. Von der Bahnhofsrestauration rechts über die Zschopau. Nun links und dann rechts. Den Marken nach bis zum Gasthaus Glashütte. Wegteilung: Geradeaus zum Forsthause. Wegteilung. Wir folgen weiter den weiß-gelb-weißen Marken nach rechts in knapp 20 Minuten zum Wald. Wegteilung: Geradeaus. Die breite Waldstraße, Joachimsthaler Straße, weiter, ungefähr 2 Stunden. Straßenteilung. Nicht auf der Joachimsthaler Straße weiter, sondern links ab. Nach ½ Stunde bei Abteilung 52 rechts den Reitsteig hinan. Wir wandern an einem Quellbach der Zschopau hin, steil hinauf zum Fichtelberg. Weiteres siehe [24 a].
e) Mittweida-Markersbach – Mittweidatal – Nitzschhammer (1 Std.) – Wolfner Mühle – Fichtelberg (3 Std.).
Wanderzeit: 4 Std.
Ausgangspunkt: Station Mittweida-Markersbach. Linie Annaberg–Schwarzenberg–Aue.
Station für die Dörfer Mittweida (1400 Einwohner) und Markersbach mit Unterscheibe (950 Einwohner). Ausgangspunkt am Vorabend der Wanderung erreichen!
Eine sehr einsame aber prächtige Wanderung. Wegmarkierung weiß-blau-weiß. Vom Bahnhof im Tal aufwärts unter dem großen Viadukt hinweg zum Nitzschhammer in Obermittweida. (Gasthaus und Sommerfrische). Nach ca. 5 Minuten Wegteilung: links im Tal der Großen Mittweida weiter. An zwei Holzschleifereien vorüber zur Wolfner Mühle. Hier ist letzte Einkehrgelegenheit. Weiter an zwei Fabriken vorbei. Wir wandern immer im Mittweidatal aufwärts, überschreiten die Waldstraße von Oberrittersgrün nach Neudorf und gelangen zu einer Quelle. Nun steil hinauf zum Prinzenweg. Diesen nach links zum Fichtelberg.