Weiteres unter [24 a].

g) JohanngeorgenstadtSchwarzwassertalGottesgab (4 Std.) – Fichtelberg (¾ Std.) – Keilberg (1 Std.) – Oberwiesenthal (1 Std.)

Wanderzeit: 6¾ Std.

Ausgangspunkt: Bahnhof Johanngeorgenstadt.

Linie Schwarzenberg–Johanngeorgenstadt. Hierher über Annaberg oder Aue, möglichst am Vorabend der Wanderung.

Johanngeorgenstadt, Stadt auf dem Fastenberg, 670 bis 820 m hoch gelegen mit 6400 Einwohnern. Jüngste Stadt des Erzgebirges. 1654 von aus Böhmen vertriebenen Protestanten gegründet. Die Industrie erzeugt: Glacéhandschuhe, Pianinos, Zigarren, Schatullen, Bureaumöbel, Uhrgehäuse. Der Bergbau beschränkt sich nur noch auf die Gewinnung von Wismut, Eisenstein und Uranpecherz. Bedeutender Touristenverkehr und Wintersportplatz. Beliebter Ausflugsort der Karlsbader Kurgäste. Auf dem Markte das Denkmal des Kurfürsten Johann Georg I., des Begründers der Stadt und eine kurfürstliche Postsäule aus dem Jahr 1728. Auf dem Postplatze das Denkmal des erzgebirgischen Dialektdichters Röder, der 1900 hier starb. Im nahen Breitenbach die beliebte »Dreckschänke«.

Vom Bahnhof durch die Talstraße am Pochwerk der Gruben vorbei. Nach Kilometerstein 18,7 über die Brücke nach Wittigsthal. Überschreiten der Landesgrenze. Damit in Breitenbach angelangt. Böhmisches Grenzdorf mit 450 Einwohnern. Straßenteilung. Rechts geht es zur Dreckschänke. Wir gehen links weiter, dem Wegweiser Seifen-Gottesgab und den blau-roten Marken folgend. Im Schwarzwassertal weiter. Bald in den Wald. Wegteilung: rechts weiter. Bei einer Schneidemühle über die Brücke nach Brettmühl, zu Breitenbach gehörend. Schöne Talwanderung. Wir gelangen nach Junghengst, 826 m hoch gelegen. Dann nach Zwittermühl, 880 m hoch gelegen. Hinter dem Gasthaus links weiter bis zur Seifener Mühle. Oberhalb derselben das Schwarzwasser überschreiten und hinauf nach Seifen.

Kirchdorf mit 600 Einwohnern, 960 m hoch an der Kammstraße von Platten nach Gottesgab gelegen.

Auf dieser links weiter. Neben der Straße läuft der Plattner Bergwerksgraben hin. Immer auf der Straße bleiben bis zu den Försterhäusern, auch Spitzberghäuser genannt. Weiter durch öde Hochmoorgegend, wo an einzelnen Stellen Torf gestochen wird. Endlich hinauf nach Gottesgab. (Siehe Seite [185]).