e) Aue – Köhlerturm auf dem Gleesberg (1¼ Std.) – Schneeberg (½ Std.) – Floßgraben – Aue (2 Std.).
Wanderzeit: 3¾ Std.
Ausgangspunkt: Bahnhof Aue. Linie Chemnitz–Aue–Adorf.
Vom Bahnhof nach dem Markte. Die Wettiner Straße entlang; über die Muldenbrücke. Wir gelangen nach Auerhammer auf den Dorfplatz. Nun den rot markierten Weg rechts weiter. Bei der Wegteilung folgen wir dem Wegweiser. Rechts weiter, über die Brücke und die Stufen hinauf. Oben nach links den Fußweg weiter; nach ca. zwei Minuten rechts zum Wald hinauf. Den Floßgraben überschreiten; im Walde empor. Nach Verlassen des Waldes an die Peuschelgüter. Hinter diesen teilt sich der Weg: Links durch den Wald, den Marken nach. Wegteilung mit Wegtafel: rechts weiter zum Köhlerturm auf dem Gleesberg.
584 m hoch. Der Turm hat eine Höhe von 22 m. Den Turm ziert ein Bild Dr. E. Köhlers, dem einstigen Vorsitzenden des Erzgebirgsvereins. Beim Turm Sommerwirtschaft. Die Aussicht ist lohnend, besonders schöne Blicke ins Mulden- und Schlematal.
Vom Turme führt ein rot-blau bezeichneter Weg hinab nach Schneeberg.
Bergstadt mit 9100 Einwohnern, 470 m hoch auf dem Schneeberg gelegen. Einst hochberühmter Silberbergbau, von dem die zahlreichen Halden noch heute Zeugnis ablegen. Der Bergbau ist bis auf die Gewinnung von Nickel, Kobalt und Wismut erloschen. Die Industrie beschäftigt sich mit mechanischen Stickereien und Klöppeleien. Auch Puppen, Tüll, Korsette, Buntpapier, Holzwaren und Spielzeug werden hier erzeugt. Weltbekannt ist die Herstellung chemischer Farben zur Porzellanmalerei in Geitners Fabrik. Schneeberg ist besonders Schulstadt geworden. Der Gesamtvorstand des Erzgebirgsvereins hat hier seinen Sitz.
Am Markte sind bemerkenswert das Stammhaus der Familie Schnorr v. Carolsfeld, sowie das Simonsche Haus mit der Figur eines Mannes, der unter jedem Arme ein Brot trägt. Das Gebäude soll 1771–73 während der großen Teuerung um zwei Brote verkauft worden sein. Gegenüber der Apotheke erzählt eine Tafel, daß hier – im ehemaligen Gasthof zum Ring – Goethe das letzte Mal mit Frau v. Stein zusammentraf. Sehenswert ist die St. Wolfgangskirche, einst aus den Erträgnissen des Silberreichtums errichtet. 1516 ward der Grundstein von katholischen Priestern geweiht, 1540 vollendeten evangelische Geistliche den Bau. Altarbilder stammen von Lukas Cranach dem Älteren.
An Schneeberg grenzt die Stadt Neustädtel, 5200 Einwohner zählend. Neustädtel nahm eine ähnliche Entwickelung wie seine Schwesterstadt Schneeberg.