Stadt mit 9500 Einwohnern. Die Höhenlage reicht von 518–643 m. Industrie: Tamburier-, Maschinen-, Schiffchenmaschinen-, Perlstickerei-, Handschuh- und Tüllgardinenfabrikation. Wertvolle Vorbildersammlung in der Industrie- und Handelsschule. Besuch nach Anmeldung in der Ratskanzlei gestattet. 1150 stand Eibenstock unter der Herrschaft Friedrich Barbarossas. Sein Nachfolger schenkte das Gebiet an Böhmen, wo die Stadt an 200 Jahre verblieb. Seit 1430 besaßen es die Herren v. Tettau als Lehen. 1459 kam es durch Heirat an die sächsische Krone. 1534 ward Eibenstock zur Kurfürstlich Sächsischen freien Bergstadt erhoben. Der blühende Erzbergbau ging zurück. Das Tamburieren wurde 1775 durch Klara Stollwin, geb. Angermann eingeführt. Die Erzeugnisse dieser Industrie genießen Weltruf. Ein hübscher Ausflugspunkt ist das Bielhaus in der Nähe des oberen Bahnhofes. Es ist behaglich in altertümlicher Weise eingerichtet und bietet schöne Aussicht. Es wird von Sommerfrischlern und Touristen gern aufgesucht.
Vom untern Bahnhof fahren wir über Aue nach Chemnitz zurück.
g) Johanngeorgenstadt – Kleiner Kranichsee (1 Std.) – Auersberg (1½ Std.) – Wildenthal (½ Std.) – Bockautal – Eibenstock (1½ Std.).
Wanderzeit: 4½ Std.
Ausgangspunkt: Johanngeorgenstadt. Hierher über Aue–Schwarzenberg.
Vom Markt die Eibenstocker Straße hinaus. Nach ¼stündiger Wanderung links ab den Henneberger Fahrweg. Der Weg ist blau-gelb bezeichnet. Immer geradeaus, nicht rechts und links abgehen! Kurz vor Henneberg treffen wir auf die von Steinbach nach Oberjugel führende Waldstraße. Diese nach links. Bald darauf erreicht man die 2 Häuser von Henneberg und den Kleinen Kranichsee.
Hochmoor, das allerdings durch den Abbau des Torfes etwas verloren hat. Es ist 3 m tief und 20 ha groß, mit Zwergkiefern bewachsen. Ein Aussichtsgerüst gibt einen guten Überblick. Bei trüben Tagen besonders eine ganz eigenartige Stimmung.
Nun zurück nach den Henneberghäusern, auf die von Jugel nach Steinbach führende Straße. Diese nach links und immer durch prächtigen Hochwald nach Steinbach.
Dorf mit 200 Einwohnern, 830 m hoch, rings von Waldungen umgeben.
Nach Durchwandern des Dorfes, den