10 Gebote für Erzgebirgswanderer.
1. Schützet die Anpflanzungen in Feld und Wiese, Garten und Schmuckplatz und betretet keine jungen Forstkulturen!
2. Schont den Blumenflor am Bergeshang, auf der Höhe und im Walde! Vermeidet das Abreißen, Mitnehmen und Ausgraben von Pflanzen. Wie viele seltene Gebirgspflanzen sind schon durch die Gedankenlosigkeit und Zerstörungssucht der Naturhyänen ausgestorben!
3. Laßt weder Papier noch Scherben an euren Rastplätzen liegen!
4. Beobachtet die Tierwelt, aber stört sie nicht! Bei der Ausrottung giftigen Gewürms ist manch harmloses Tierchen mit zu Schaden gekommen! Ihr kommt als Naturfreunde, nicht als Schlangenjäger in die Berge!
5. Schont die Wege, Markierungen, Bänke, Sicherheitsgeländer usw. Bedenkt, wieviel selbstlose Arbeit des Erzgebirgsvereins darin verborgen liegt!
6. Stört die Erhabenheit der Gebirgsnatur nicht durch Lärm, vor allem nicht durch das Absingen widerlicher Operettenschlager. Der deutsche Volksliederschatz birgt so viele Edelsteine, mit denen ihr prunken könnt!
7. Seht im Gebirgsbewohner nicht einen Trottel, mit dem ihr euch jeden Spaß erlauben könnt!
8. Beim Überschreiten der Grenze denkt immer daran, daß ihr nicht in ein unkultiviertes Land kommt, das nur auf euer Erscheinen gewartet hat, um der Kultur näher gerückt zu werden! Was anders ist, kritisiert nicht laut und verletzend; denkt an das Wort: »Ländlich – sittlich!«
9. Unterstützt die Bestrebungen des Erzgebirgsvereins, indem ihr euch die Mitgliedschaft desselben erwerbt! Für 3 Mark Jahressteuer erhaltet ihr auch noch die gutgeleitete Zeitschrift »Glück auf!«